Mach Geld mit Crowded Markets, nicht mit Neuheiten oder Nischen

Die Grundidee, die man von zahlreichen „Experten“ und Businessratgebern bekommt, lautet in etwa so:
(Zum Beispiel in Büchern wie Blue Ocean Strategy und The Millionaire Fastlane)

Um mit einem Produkt oder einer Dienstleistung erfolgreich zu sein, muss man eine Nische finden, man muss ein völlig einzigartiges Produkt entwickeln oder mit einer komplett neuen Dienstleistung auf dem Markt starten. Am besten etwas, das niemand sonst macht oder anbietet. Auf diese Weise kann man selbst die Preise bestimmen und muss sich keine Sorgen um die Konkurrenz machen. Es gibt ja keine.

So zumindest die Theorie. In der Praxis sieht es aber (häufig) anders aus.
Der Grund ist einfach.

Je mehr man auf eine kleine Nische geht, desto weniger Konkurrenz hat man, aber auch desto weniger Kunden. Manchmal auch null Konkurrenz und null Kunden.

Die Kunden sind aber entscheidend, nicht die Konkurrenz.

Vielleicht denkst du jetzt: aber was ist mit Dingen wie dem iPAD, das war eine Weltneuheit von Apple. Oder? Nein war es nicht. Tablet PCs waren bereits in der gleichen Form 10 Jahre auf dem Markt. (Siehe Microsoft Tablet von 2000) Apple hat das Tablet einfach nur sexy und cool gemacht, und es funktioniert und ist einfach und intuitiv zu nutzen.

Die Key Principles von Apple – Simplizität, einfache und intuitive Bedienung und Design – haben das iPad erfolgreich gemacht.


Das iPad war keine Neuheit und keine Nische. Es ist ein PC im Smartphone Format. Ein Hybrid so gesehen für Entertainment, Graphiker, und als Visual Interface für Unternehmen etc – alles Märkte mit vielen Kunden.


Ein Markt mit vielen Kunden, die für die Produkte und Dienstleistungen bereit sind zu bezahlen, ist ein guter Markt.


Denn es stellt einen echten Wert für die Kunden dar, wenn sie bereit sind, für etwas zu bezahlen. Kunden wählen jeden Tag mit ihrem Geld, welcher Markt und
welches Unternehmen erfolgreich ist und welches nicht.

Sieh es einmal von dieser Sichtweise:


Für was gibst du dein Geld aus? Welche Bücher kaufst du? Welchen Blogs folgst du?


Was du vielleicht nicht weißt oder besser gesagt, über was du selten nachdenkst: Mit deinen Entscheidungen als Konsument befindest du dich in einem großen Cluster mit anderen Verbrauchern, die sich alle basierend auf diesen Kaufentscheidungen in der gleichen Gruppe befinden.

Warum ist das wichtig?

Weil du verstehen musst wie Kaufentscheidungen funktionieren. Welche Psychologie dahinter steht, wenn man so möchte.

Kaufentscheidungen sind nichts Einzigartiges.


Ja, Menschen sind unterschiedlich und auch wie sie zu Kaufentscheidungen kommen, mag unterschiedlich sein, aber arithmetisch ausgedrückt gibt es nur die Möglichkeiten:

kaufen oder nicht kaufen und noch wie viel, wie oft und zu welchem Preis.

Hier ein Beispiel:

Coca Cola hat Produkte im Portfolio, die gesundheitsbewusste Menschen ansprechen, wie zum Beispiel die Marke „Honest“.
„Honest“ ist eine Kollektion von hochpreisigen Limonaden und Tees mit ausschließlich natürlichen und biologischen Zutaten, die in Glasflaschen verkauft
werden. Der Punkt ist, dass die Konsumenten, die diese Limonaden und Tees kaufen, nicht alle gleich sind. Einige von ihnen sind gesundheitsbewusster und umweltbewusster als andere, aber alle kaufen dennoch das gleiche Produkt.

Es reicht aus, wenn eine Eigenschaft an dem Produkt den Kunden anspricht. Menschen sind sich sehr ähnlich in ihren grundsätzlichen Bedürfnissen, Vorlieben und Geschmäckern. Auch die Eigenschaft sich emotional in etwas hineinzuversetzen, ist bei den meisten Menschen ziemlich ähnlich. Deshalb lachen oder weinen die meisten Zuschauer im Kino an den gleichen Stellen im Film und deshalb funktionieren auch Markenbotschaften so gut.
Deshalb frage dich, wenn du ein Produkt entwickelst, eine Dienstleistung gestaltest oder an einem neuen Feature arbeitest:

  • Was wollen Leute wirklich?
  • Gibt es Probleme, die immer wieder auftauchen, die du beseitigen kannst?
  • Welche Design spricht auch deine Nachbarin an?
  • Ist es ein Markt in dem andere schon Geld machen?

Besonders die letzte Frage solltest Du dir ehrlich stellen. Wenn die Antwort ein klares Nein ist, dann hast Du eine Nische geschaffen, die sich wahrscheinlich nicht lohnen wird. Selbst, wenn Deine Nischenidee gut ist, wird es schwer werden, Kunden zu finden.

Ein entscheidender Grund ist, dass niemand nach diesem “Blue Ocean” sucht. Mit Search Trackern kannst Du sehr leicht herausfinden, wonach Menschen im Internet suchen.
Und genau das verkauft sich. Selbst ohne Search Tracker, kannst du Dir mit einer einfachen Recherche von z. B. View Counts auf Youtube einen guten Überblick verschaffen.

Je mehr Menschen nach etwas suchen, desto einfacher ist es, genau das Produkt oder die Dienstleistung zu verkaufen oder anzubieten.

Es gibt aber einen Vorbehalt, der wichtig zu erwähnen ist. Es gibt Märkte die “zu crowded” sind und in denen Du (wenn nicht grade über sehr viel Budget verfügst) keinen Fuß fassen wirst oder in Internet Sprachen: du kannst nicht ranken.
Echte Red Oceans also nach dem Blue Oceans Framework.

Kommen wir zum Gegenteil von Red Oceans: Echten Nischen.

Ein Beispiel für ein echtes Nischenprodukt wäre eine maßgeschneiderte Software, die Banken dabei hilft, besser qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Eine solcher Recruiting Aid für Banken ist sehr spezifisch und braucht viel Sales Effort und Verhandlungsarbeit.

Einfacher sind deshalb Crowded Market, Dinge die viele Leute wollen, ohne sie lange überzeugen zu müssen.
Zum Beispiel mit Sports Gear für Laufsport Enthusiasten lässt sich schneller Geld machen also einer Bank Recruiting Nischen Software. Die Sales und Verhandlungsphase für die Nischen Software kann Jahre dauern, und der Ausgang ist trotzdem ungewiss. In derselben Zeit kannst du bereits Tausende von Activity Trackern und Wasserspendern an Laufbegeisterte Kunden verkaufen und ihnen einen Mehrwert bieten und Geld verdienen.

Sport Gear für Läufer ist natürlich ein Beispiel, genauso wie die Recruiting Optimization Software für Banken. Es sind Avatare und Strohmänner um einen bestimmen Punkt zu zeigen. Aber die Idee wird dadurch klar.

Es ist besser sich nicht auf Nischen oder Blue Oceans den Fokus zu setzen, sondern auf Wünsche, Vorlieben und Bedürfnisse.

Schaffe Werte. Mach das Leben deiner Kunden einfacher. Löse ihre Probleme.

Hilf ihnen dabei effizienter zu lernen und zu arbeiten oder bring ihnen Spaß mit coolen Produkten oder Events. Einfach gesagt: verkaufe das, wonach es eine Nachfrage gibt.

Und wenn Du erfolgreich bist: go with it!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.